Medienschau

Hallo? Wie bitte? Achtung: Recherchierender Journalist!

von Ulli Schauen

Wer mal nicht auf der recherchierenden Seite ist, sondern auf der anderen Seite, lernt Journalisten von dieser anderen Seite kennen. Das kann surreale Züge tragen.

Heute auf meinem Anrufbeantworter, 14:19: "Hier spricht K.O. von der M-Redaktion. Würden Sie mich bitte zurückrufen, am besten auf meinem Handy, 0170-xyzblabla."

 Klar, mache ich gerne.

18:04 Uhr. Ich rufe zurück.

"Hier Ulli Schauen."
Schweigen am anderen Ende.
"Sie hatten versucht, mich zu erreichen."
"Von welcher Institution sind Sie?"
"Sie haben mich angerufen und mir auf den AB gesprochen und diese Handynummer genannt."
"Ich mache jeden Tag 70 Anrufe, ich weiß nicht wer Sie sind. Von welcher Institution?"
"Ich heiße Ulli Schauen, bin freier Journalist und Buchautor."
"Und ich habe Sie angerufen?"
"Ja. Wissen Sie was, wenn es Ihnen wieder einfällt, rufen Sie mich halt noch einmal an."

Ende des Telefonates.
Lachen. Kopfschütteln.

 

Umbau von Journalismus.de

Journalismus.de wird derzeit neu aufgebaut... Deshalb finden Sie im Moment hier noch nicht alle Angebote, die Sie bisher gewohnt waren.

In wenigen Tagen ist es aber so weit.

 

Raus aus den Nischen?

Die Bilanz der Förderung von Migranten in den deutschen Medien ist ernüchternd, selbst bei Sendern wie dem Westdeutschen Rundfunk, die sich das Thema speziell auf die Fahnen geschrieben haben. Bei anderen, ist "Mehr Farbe in die Medien" überhaupt kein Thema, zum Beispiel beim Bundesverband Deutscher Zeitschriftenverleger.

Das berichtet Ulli Schauen in der Septemberausgabe 2008 der Medienzeitschrift "M - Menschen machen Medien".

 

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"Welt Kompakt" NRW macht dicht

Jetzt auch die "Welt kompakt" 

Nach den NRW-Teilen der Süddeutschen Zeitung und der "tageszeitung" macht nun auch der NRW-Teil der "Welt Kompakt" dicht.

Die letzten drei NRW-Seiten erscheinen am 28. September. Das teilte die Redaktion ihren Freien MitarbeiterInnen mit  einer Mail am  20. September mit.

 

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Honorardumping bei der Frankfurter Rundschau

Wie derzeit in der Medienbranche Lohn- und Honorardumping betrieben wird, offenbart die "Stellenanzeige" der  Online-Redaktion der ehemals linksliberal genannten Frankfurter Rundschau, die am Donnerstag, 6. September 2007, über die Journalisten-Mailingliste Jonet geschickt wurde.

FR-Online.deFür ein Brutto-Stundenhonorar von 10 bis 15 Euro von dem die werden darin "auf Basis freier Mitarbeit" (also ohne die Arbeitgeber-Sozialleistungen) Online-Redakteure gesucht, die sich in Schichtarbeit in der Frankfurter Redaktion einfinden sollen. In seiner Begleitmail gibt der Redaktionsleiter Sebastian Holzapfel zwar zu, dass das Angebot finanziell nur für Studenten und Berufsanfänger geeignet sein dürfte. Nichtsdestoweniger erwartet er aber von den Bewerbern Fähigkeiten, die denen eines / einer gestandenen Online-Journalisten / -Journalistin würdig sind.

 

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Das Zitat

Undruckbares wird nicht zu Ende gedacht. Es ist nur ein kurzer WEg von undruckabr zu undenkbar, sobald man sich darauf eingelassen hat, die Wirklichkeit an diesem Mass zu messen; dazwischen liegt nur unaussprechlich.

(Monika Maron)