Jetzt hier online: der Newsletter der dju-NRW
Der neue Newsletter der deutschen Journalistenunion des Landes NRW vom Dezember 2010 ist jetzt hier online, mit folgenden Themen:
- Schlimmer geht's nimmer: Die Forderungen der Zeitungsverleger für Tarifsenkungen
- WAZ goes Wikileaks
- Tarifrunde beim öffentlich-rechtlichen Rundfunk
- Verleger Lensing-Wolf verlegt sich auf Immobilien
- Anzeigenblätter: Märkischer Kreis geht komplett an Ippen
- WAZ drückt Botenlöhne
- Die Entlassung von Konstantin Neven DuMont
- Personalien, Termine, Stammtische
WDR Hauszeitschrift feiert "Wende im WDR" - ein PlagiatOffenbar müssen Mitarbeiter des WDR, denen die Richtung des Senders nicht passt, einen subversiven Kanal wählen, um überhaupt Gehör zu finden. Jedenfalls erreicht uns heute folgende Pressemitteilung einer Gruppe,die sich "Die Plagiatoren" nennt und die WDR-Hauszeitung in einer gefälschten Ausgabe unter das Volk bringt. Sie weisen dabei auch darauf hin, es seien ab heute mittag aktuelle Fotos von ihrer Verteilaktion auf www.arbeiterfotografie.com herunter zu laden. Die Zeitung selbst gebe es z.B. auf www.freienseiten.de auch als pdf-Datei. Als Kontakt geben sie lediglich eine Mailanschrift und eine Handynummer an. PM der Plagiatoren vom 28. Oktober 2010 "Der WDR sucht Fälscher seiner Hauszeitung Untergrund-Redaktion verkündet „Wende im WDR“ Im Westdeutschen Rundfunk wird heute fieberhaft nach Fälschern gesucht, die ein WDR-kritisches Plagiat der Hauszeitung „WDR Print“ verteilen und an einen großen Verteiler verschicken. Besucher der Kölner WDR-Kantine wunderten sich über das Titelblatt der täuschend echt gestalteten „Zukunftsausgabe“ der Zeitung, die das Datum November 2011 trägt: Darauf begrüßt die WDR-Maus die Leser – mit geballter Faust. Unter der Schlagzeile „Auferstanden von den Quoten“ verkündet WDR-Intendantin Monika Piel eine Qualitätsoffensive mit mehr Informationsendungen, hochwertiger Unterhaltung und erhöhten Honoraren für freie Mitarbeiter. Zitat: „Eine Tendenz zur Programmverflachung war in den 90er und 2000er Jahren unverkennbar: Buntes statt investigativer Journalismus, ‚Service’ statt Hintergrund, ‚Menscheln’ statt Analysieren, ‚Quote’ statt Qualität – das war WDR-Hauspolitik. Mit der großen Wende im WDR wollen wir dies nun gemeinsam ändern.“
Hallo? Wie bitte? Achtung: Recherchierender Journalist!von Ulli Schauen Wer mal nicht auf der recherchierenden Seite ist, sondern auf der anderen Seite, lernt Journalisten von dieser anderen Seite kennen. Das kann surreale Züge tragen. Heute auf meinem Anrufbeantworter, 14:19: "Hier spricht K.O. von der M-Redaktion. Würden Sie mich bitte zurückrufen, am besten auf meinem Handy, 0170-xyzblabla." Klar, mache ich gerne. 18:04 Uhr. Ich rufe zurück. "Hier Ulli Schauen." Ende des Telefonates. Die ÖkolügeEigenwerbung: journalismus.de-Macher Stefan Kreutzberger hat ein Verbraucherschutzbuch zum Thema Greenwash geschrieben: Die Ökolüge. Wie Sie den grünen Ettikettenschwindel durchschauen:
Econ-Verlag, Berlin. Erstausgabe April 2009, dritte überarbeitete Auflage Dezember 2009 Weitere Informationen finden Sie bei www.oekoluege.de.
Raus aus den Nischen?Die Bilanz der Förderung von Migranten in den deutschen Medien ist ernüchternd, selbst bei Sendern wie dem Westdeutschen Rundfunk, die sich das Thema speziell auf die Fahnen geschrieben haben. Bei anderen, ist "Mehr Farbe in die Medien" überhaupt kein Thema, zum Beispiel beim Bundesverband Deutscher Zeitschriftenverleger. Das berichtet Ulli Schauen in der Septemberausgabe 2008 der Medienzeitschrift "M - Menschen machen Medien".
|